Schwarzwald Tour 2016

Als wir 2007 zum ersten Mal nach Winden im Elztal fuhren, konnte niemand ahnen, dass dies der Beginn einer nun doch schon zehnjährigen „Radtourtradition“ werden könnte.

So haben auch die verschiedensten Abteilungsmitglieder mittlerweile den Schwarzwald per Rennrad erkundet und vom Frühstück bei unseren Gastgebern wird noch heute geschwärmt.

In diesem Zusammenhang ein ganz herzliches Dankeschön an Claus und seine Familie, die dem jährlichen Einfall der Niederbayern im schönen Schwarzwald mit herzlichster Gastfreundschaft begegnen.

Wie leicht zu erkennen ist, war auch 2016 ein kunterbunter Haufen bei Familie Wissler eingetroffen. Die Ziele der einzelnen Radler/Innen waren vielfältigst und reichten von ambitioniert bis höchstmotiviert. So war die Katrin zum ersten Mal dabei. Auf der Suche nach genügend Kraft für ihren einwöchigen „Peak Break“ Horrortrip, bei dem sie tausende von Höhenmetern innerhalb einer Woche bewältigen will, war sie im Schwarzwald durchaus richtig.

Maren und Andy`s Ziele blieben etwas unklar für den Rest, der neben einer guten Radform auch noch viel Wert auf a g’scheite Gaudi legte.

Am ersten Tag sollten die Beine ja noch etwas warmgefahren werden für die anstrengenderen Bergettappen der daraufolgenden Tage. Deshalb ging es zunächst übers Freiamt in Richtung Kaiserstuhl, und weil’s so gut lief gab’s noch einen Abstecher nach Frankreich auf einen Elsäßer Flammkuchen in Neu Breisach.

An der Eisdiele in Waldkirch kamen wir natürlich nicht ohne Einkehr vorbei.

Gut gestärkt, rollten wir bei sonnigem Wetter heimwärts nach Winden, wo die einen ein eisgekühltes Bier (alkoholfrei) zischten, die anderen auf eine Laufrunde starteten, oder auch beides!

Das Abendessen wurde gewohnt routiniert absolviert, wobei es zu erstaunlichen Rückschlüssen von den Essgewohnheiten auf das Herkunftsbundesland kam. So wurde die Katrin auf Grund ihrer Essgeschwindigkeit (von Geschwindigkeit kann man eigentlich ned reden!) von der Bedienung als Fränkin geoutet! Wie auch immer!

Am zweiten Tag wurden die Beine beschleunigt durch die Vorfreude auf den Grillabend! Einige Kilometer mit den ersehnten Höhenmetern wurden abgespult. Schau Ins Land, Thurner rauf, Wolfsschlucht, Simonswald runter,eigentlich ausreichend zum Austoben. Nur der Katrin war’s nicht genug, weshalb sie noch den Kandel suchte ,fand und rauffuhr. Zum Grillen kam sie fast zu spät. Denn der Triathlet kennt bekanntermassen beim Essen keineGnade, und so war das Buffet schon ziemlich geleert, als sie eintrudelte.

Der dritte Tag führte uns zurück zur Wolfsschlucht, nur diesmal ging’s hinauf! Für manche nicht steil genug, weshalb Heiko, Flo und Jan ein 18%ige Abkürzung nahmen. Zum Entsetzen aller hatte das Wirtshaus „Kalte Herberge“ geschlossen und das Wetter wurde auch schlechter.

Aber einmal unterwegs gibt es kein Zurück sondern nur die Regenjacke und mit der flott weiter nach Triberg. Von dort aus rauf nach Schonach und dann 20 Km runter nach Winden. Beim Abendessen wurden dann Kalorienweltrekorde aufgestellt mit anschliessender Eisdiele und Weissbier.

Am Abschlusstag  stand dann traditionsgemäß der Kandel auf dem Programm. Ein ziemlich lästiger Berg mit 1000 Höhenmetern  auf 10 Kilometern, kaum ein Stück zum Erholen zwischendrin und bestens dazu geeignet am letzten Tag die Form zu testen oder an ihr zu zweifeln.

Im Kandelhof war die Schinderei schnell vergessen und Katrins Navi sorgte für große Heiterkeit, weil es „auf Grund von unzureichender Aktivität“ beim Bergauffahren die Aufzeichnung beendete.
Der Rückweg  zu Kaffee und Erdbeerkuchen (und Weissbier) verlief reibungslos, die Räder waren schnell verladen, das Gepäck verstaut und schon hieß es Abschiednehmen vom Schwarzwald, vor allem aber von Familie Wissler, die sich wieder einmal selbst übertroffen hatte an Gastfreundschaft.
Fast noch wichtiger als das gute Essen waren die detaillierten Infos zu den Radstrecken, die wir bereitwilligst erhielten und uns manchen Umweg ersparten.
2017 ist geplant. Ich kann nur empfehlen mal mitzufahren. Nicht unbedingt ein klassisches Radtrainingslager, dafür umso lustiger mit riesigem Erholungseffekt für den Kopf. Braucht man ja nur radeln, essen und schlafen und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich  die Radzeiten in Ingolstadt oder Erding durchaus sehen lassen können.

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