Verein

Mit annähernd 1.500 Mitgliedern ist er zwischenzeitlich einer der größten Vereine der Stadt und hat bereits viele Generationen von schwimmbegeisterten Jugendlichen an den Schwimmsport herangeführt. Damit wurden neben der sportlichen Zielsetzung sicherlich auch ebenso wichtige gesellschafts- und sozialpolitische Aufgaben erfüllt. Wie konnte sich der Schwimmclub 53 Landshut also zu einem der größten Schwimmvereine Bayerns entwickeln?

In der Schilderung der Entwicklung des SC 53 Landshut darf die Bedeutung des Vereins „Freunde des Schwimmsports“ nicht unerwähnt bleiben. Dieser aus der Umwandlung des Hallenbadbauvereins hervorgegangene, jahrelang unter der Leitung von Dr. Andreas Schlittmaier stehende Verein, war infolge eines Vermächtnisses des am 20.09.1969 verstorbenen Prof. Hans Vestner, einem herausragenden Förderer des Schwimmsports, in der Lage, den Schwimmclub 53 zu unterstützen. Seit dem Jahr 1992 ist Herr Regierungsvizepräsident Dr. Heinz Huther nunmehr Präsident dieses befreundeten Partnervereines.

Der Erfolg unseres Vereins ist jedoch in der Hauptsache das Werk eines Mannes, nämlich unseres verstorbenen Ehrenpräsidenten Fritz Schenk. Dieser konnte den Schwimmclub 53 Landshut zu Recht sein Kind nennen. Hierfür werden wir ihn gemeinsam in ehrender Erinnerung behalten. Daneben lebt ein inzwischen altgedienter Verein, wie der SC 53, natürlich auch insbesondere von der Treue seiner Mitglieder.

Nur durch Initiative, Tatkraft und Einsatzbereitschaft Vieler lässt sich die Aufgabe unseres SC 53, nämlich Jugendliche von der Straße und vom Fernseher wegzuholen und ihnen die Begeisterung für den Sport zu vermitteln, erfolgreich wahrnehmen. Diese Aufgabe, die auch die Zielsetzung unserer Satzung mit der Förderung des Sports, insbesondere des Schwimmsports und der Kameradschaft ist, kann angesichts einer besorgniserregenden Änderung in der Verhaltensstruktur der Jugend hin zur Passivität gar nicht hoch genug eingeschätzt werden und ist damit aktueller den je.

Unser SC 53 Landshut wird mit seinem Jugendanteil von etwa 50% und seinen zwischenzeitlich fast 1.500 Mitgliedern hier weiterhin versuchen seinen Beitrag zu leisten.

Gründung10 Jahre später20 Jahre späterDie 80er JahreDie 90er JahreDie Jahrtausendwende
Man schrieb das Jahr 1953, den 18. März, als sich auf Initiative von Herrn Karl Geiner, lange Jahre Stadtrat in Landshut, im Gasthaus Rainer in der Altstadt, etwa 20 schwimmbegeisterte Jugendliche versammelten in der Absicht einen Schwimmverein zu gründen. Dr. Andreas Schlittmaier, damals Sportreferent der Stadt Landshut war mit dabei und übernahm die Patenschaft. Man war sich schnell einig. Schwimmclub 53 Landshut sollte der neue Verein heißen. Zum Vorstand wählte man Fritz Schenk und Karl Geiner, zum Kassier Hans Rogler, zum Schriftführer Horst Hegewald, zum Sportleiter Ludwig Spitzlberger. Am 22. Mai erfolgte die Eintragung im Vereinsregister des Amtsgerichts Landshut unter Einreichung der in der Gründungsversammlung einstimmig angenommenen Satzung. Gleichzeitig wurde die Gemeinnützigkeit des Vereins beantragt.

Der Schwimmclub widmete sich sofort mit großem Eifer der selbst gestellten Aufgabe, die Landshuter Jugend im Schwimmen zu unterrichten. Das Angebot reichte vom Unterricht für Nichtschwimmer bis zur Ausbildung zum Leistungsschwimmer. Wasserball und Kunstspringen kamen hinzu. In der Winterzeit – damals gab es noch kein Hallenbad in Landshut – wurden als Ergänzungssport Gymnastik und Ballspiele in einer Turnhalle angeboten.

Als Trainingsstätte für Schwimmer stand damals nur das heutige Herrenbecken zur Verfügung. Es war noch ohne Heizung und ohne Filter und überdies 54 m lang. Um eine sportgerechte Bahn zu erlangen, baute der Schwimmclub auf eigene Kosten eine hölzerne Wende bei 50 m ein. Trotz dieser wenig befriedigenden Trainingsverhältnisse konnten bereits in den nächsten drei Jahren beachtliche sportliche Erfolge errungen werden. Irmgard Geiner, Heidi Lamhofer, Sigrid Daniels, Karl Geiner, Haymo Duswald, Jochen Tröger, Ludwig Spitzlberger, Hans Luft, Peter Pohl und Klaus Tröger wurden niederbayerische Meister. Im Jahr 1956 wurde dann auf Betreiben von Dr. Andreas Schlittmaier ein modernes 50 m Sportbecken mit einem 10m Sprungturm erbaut. Hierdurch nahmen die Leistungen der Landshuter Schwimmer einen raschen Aufschwung und der Club machte sich darüber hinaus einen guten Namen als Veranstalter von Wettkämpfen im Bayerischen und Deutschen Schwimmverband.

Nach der Bayerischen Meisterschaft im Jahre 1956 wurde 1957 die Deutsche Schwimmmeisterschaft in Landshut ausgetragen, an der sich 127 Vereine mit 650 Meldungen beteiligten. Der Schwimmclub 53 Landshut, damals VoW, konnte in der 4 x 200 m Bruststaffel mit Roppelt, Luft, Geiner und Reiter in der Zeit von 12: 14,1 Deutscher VoW- Meister werden. Bei den Deutschen Meisterschaften im Jahre 1959 in Neustadt an der Weinstraße belegte die 4 x 200 m Bruststaffel des SC 53 Landshut mit Braun, Luft, Geiner und Mondre nicht nur den ersten Platz in der Klasse der VoW-Vereine, sondern wurde mit der hervorragenden Zeit von 11 :33,1 Vizemeister in der offenen Klasse! Armin Geiner wurde bei den Deutschen Meisterschaften 1960 in Berlin Vierter über 200 m Brust.

Mittlerweile hatte im Jahr 1963 Hans Luft noch als Aktiver das Amt des Schatzmeisters übernommen, dass er bis zum Jahr 1993 und damit 30 Jahre inne haben sollte. Karl Geiner zeichnete sich als Sportleiter verantwortlich.

Mitte der 60er Jahre, Ernst Rottner war zwischenzeitlich 2. Vorsitzender, begann dann bereits für den SC 53 Landshut die Ära Peter Braun, der 1964 in das Sportleiteramt gewählt wurde, dass er im übrigen 22 Jahre lang mit einem derartigen Einsatz und Erfolg ausüben sollte, die ihn zu einer der wichtigsten Persönlichkeiten in unserem Verein gemacht haben. Mitte der 60er Jahre begann Peter Braun also mit dem Training einer Damenmannschaft und Armin Geiner mit dem Training einer Herrenmannschaft. Richard GraßI konnte im Jahr 1971 bei den Deutschen Meisterschaften in Ainbeck den 3. Platz über 100 m Rücken erreichen.

Obwohl das Wasserballspiel im Schwimmclub nur mehr oder weniger als Nebensache betrieben wurde, konnte doch die Mannschaft schöne Erfolge gegen Vereine aus München, Regensburg, Passau oder sogar Compiegne (Frankreich) erringen. Anfang der 80er Jahren musste aber der Spielbetrieb wegen Nachwuchsmangel aufgegeben werden. Das gleiche Schicksal hatte bereits einige Jahre vorher die Kunstspringergruppe erlitten.

Eine neue Ära begann für den Schwimmclub mit der Eröffnung des Hallenbades im Jahre 1972, dessen Erbauung von den Landshuter Schwimmern und auch von der Bevölkerung der Stadt Landshut sehnlichst erwartet wurde. Einen wesentlichen Anteil hieran hatte der bereits im Jahre 1957 unter dem Vorsitz von Dr. Andreas Schlittmaier gegründete Hallenbadbauverein, der den beachtlichen Beitrag von 300.000 DM für den Bau erbrachte. Die Erbauung des Hallenbades bewirkte auch eine sprunghafte Steigerung der Mitgliederzahl des Schwimmclubs, die von 180 auf etwa 700 anstieg. Parallel stiegen auch die sportlichen Leistungen an.

1974 wechselte Ludwig Metzenauer Ernst Rottner als Vizepräsidenten unseres Vereines ab. Gleichzeitig wurde seine Frau Antonie Metzenauer die Schriftführerin für Frau Rosenkranz. Mitte der 70er Jahre übernahm dann Sportleiter und Cheftrainer Peter Braun das Training der 1. Mannschaft sowohl bei den Damen als auch bei den Herren. Im Jahr 1976 schaffte die Damenmannschaft bereits im Rahmen des Wettkampfs um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft erstmals den Aufstieg in die Bayernliga. Im Jahr 1978 konnte der Schwimmclub unter zahlreichen Glückwünschen und Anerkennungen seitens des Bayerischen Schwimmverbandes und der Stadt Landshut sein 25jähriges Bestehen feiern. Man konnte auf ein Vierteljahrhundert erfolgreicher Jugendarbeit zurückblicken, bei der neben der körperlichen, insbesondere auch die charakterliche Weiterbildung berücksichtigt wurde. Diesem Ziel dienten auch die zahlreichen Auslandsfahrten, die der Club seinen Aktiven und deren Eltern bot und die im Laufe der Jahre nach Österreich, hier nach Wien, Linz und Ens, über Klagenfurt nach Jugoslawien mit dem Ziel Laibach, in die Tschechoslowakei nach Pilsen, nach Trient in Italien und mehrfach in die Partnerstadt Landshuts nach Compiegne in Frankreich führten.

Großer Beliebtheit bei den Aktiven erfreuten sich die von dem damaligen Jugendleiter Hermann Haider organisierten Trainingslager, die die Heranwachsenden zu einer großen Einheit zusammenschweißten.

Die erfolgreiche Durchführung der satzungsmäßigen Aufgaben sowie die guten sportlichen Leistungen verdankte der Club seinem ausgezeichneten Trainerteam, dass unter Führung des langjährigen Sportleiters und Cheftrainers Peter Braun viele Jahre ehrenamtlich tätig war. Zu nennen sind hier Klaus Peter Eckes, Klaus Krämer, Hermann Haider, Wiltrud Wagner, Wolfgang Bovensiepen, Gustl Wetzstein, Heribert Mayerhofer, Franz Kiel, Peter Drusek, Hans Luft, Withold Plodzien, Ludwig Metzenauer und Maria Luft.

Besonders erfolgreich war auch die nächste Schwimmergeneration mit der Damenmannschaft aus den Jahrgängen 1965 bis 1968. Diese Mannschaft zeichnete sich für die Erfolge des Schwimmclubs 53 Landshut in den Jahren 1980 bis etwa 1984 aus. Auch im Wettkampf „Jugend trainiert für Olympia“ gewann dieses Team unter der Leitung von Lina Bachfischer für das Gymnasium Seligenthai schwimmend mehrfach das Finale in Berlin. Die herausragende Schwimmerin dieser Mannschaft war Judith Wagner. Sie war bereits mit 13 Jahren Mitglied der Jugendnationalmannschaft. Judith Wagner wurde auch 1979 2. Deutsche Jugendmeisterin über 100 m Freistil in der noch heute bestehenden Vereinsrekordzeit von 1 :00,8.

Die Herrenmannschaft stand den Damen in keiner Weise nach. Im Rahmen des Wettbewerbs um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft konnte die bisher schnellste Truppe des SC 53 Landshut rasch entsprechende Erfolge verbuchen und folgte der Damenmannschaft im Jahr 1979 mit dem Aufstieg in die Bayernliga und wurde schließlich auch Bayernligameister. 1981 erreichte die Damenmannschaft sogar den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Herausragend waren bei den Herren in diesen Jahren die Erfolge von Klaus Bachfischer. Bei den deutschen Meisterschaften 1981 wurde er über 1.500 m Freistil Dritter und Zweiter in den Jahrgangsmeisterschaften über 400 m Freistil. Er wurde in den Junioren-B-Kader der Deutschen Nationalmannschaft berufen.

Diese insgesamt äußerst erfreuliche sportliche Entwicklung beruhte neben einem großen Trainingsfleiß der Aktiven auf der fachkundigen Leitung des Trainerstabes und vor allem auch auf dem Umstand, dass die Stadt Landshut dem Schwimmclub gute Trainingsmöglichkeiten im Stadtbad, in der Schwimmhalle und in mehreren Turnhallen zur Verfügung stellte. Das Jahr 1983 brachte einen sportlichen Höhepunkt für den Schwimmclub. Bei den Bayerischen Staffelmeisterschaften in Burghausen zeichneten sich die Krauler des Schwimmclubs im Wettkampf gegen die besten Vereine Bayerns aus. Sie belegten mit der Mannschaft Bachfischer, Braun, Königer und Maierhofer in der 4 x 100 m Kraulstaffel in der herausragenden Zeit von 3:40,5 und auch in der 4 x 200 m Kraulstaffel in der ebenfalls herausragenden Zeit von 8:02,5, beide Male den zweiten Platz, jeweils knapp geschlagen nur von den Schwimmern aus Burghausen, die als Schlussmann jedesmal den Nationalmannschaftsschwimmer Hahn einsetzen konnten.

Es folgte eine Zeit großer Umbrüche. Peter Braun, der langjährige Erfolgstrainer des SC 53 legte sein Amt als Sportleiter 1985 nieder. Bankdirektor Fritz Schenk, der 33 Jahre lang als Präsident die Geschicke des Schwimmclubs geleitet hatte, übergab den Vorsitz und auch der Vizepräsident Ludwig Metzenauer stellte sich nicht mehr der Wahl. Mit Herrn Regierungs-Vizepräsidenten Dr. Heinz Huther und Hermann Haider sowie dem bewährten Schatzmeister Hans Luft kam eine neue tatkräftige Vorstandsriege an die Spitze, die sich glänzend bewährte und den Club in sportlicher und gesellschaftlicher Beziehung zu neuem Glanze brachte.

Großereignisse des Vereins waren die 24-Stunden-Schwimmen im Jahre 1986 und 1988, mit 1.700 bzw. 1.800 Teilnehmern ausgezeichnete Werbeveranstaltungen für den Schwimmsport. Eine erfreuliche Verstärkung der 1. Mannschaft erfolgte durch den Zugang von Ausnahmeschwimmer Michael Artinger, einem Mitglied der Deutschen A-Nationalmannschaft aus Abensberg. Michael Artinger erreichte für den SC 53 zahllose hervorragende Wettkampfergebnisse im nationalen und auch im internationalen Bereich. Zu nennen sind zweimal die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften 1989 und 1990 über 100 m Schmetterling, im Jahre 1991 der bayerische Rekord über 100 m Schmetterling mit 0:55,1 – eine im übrigen weiterhin ungeschlagene Rekordzeit in Bayern – und im Jahr 1992 der 4. Platz bei der Olympiaqualifikation im Rahmen der Deutschen Meisterschaften. Michael Artinger ist zwar kein ausgesprochener Kraulspezialist gewesen, ist jedoch auch in diesem Bereich der bisher schnellste Schwimmer des SC 53 Landshut mit einer Kurzbahnbestzeit von 0:51,1 und einer Langbahnbestzeit von 0: 53,0 über 100 m Freistil.

Veronika Wagner erreichte einen weiteren Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Sie wurde 1989 Bayerische Meisterin über 100 m Rücken in 1:06,81 (damals Bayerischer Rekord) und im gleichen Jahr Deutsche Jugendmeisterin mit 1 :06, 9.

Im Jahre 1987 entschloss sich der SC 53 die Sportart Triathlon in sein sportliches Programm aufzunehmen. Der SC 53 war damit der erste Triathlonverein in Landshut. Bereits nach kurzer Zeit konnte die neue Abteilung erste Erfolge verbuchen und richtete bald selbständig die ersten Wettbewerbe in Landshut aus. Mit dieser Ausdauersportart wurden insbesondere breitere Altersschichten für den aktiven Sport gewonnen.

Die 90er Jahre begannen für den Verein wieder mit einem Umbruch. Bei den Neuwahlen im Jahr 1992 stand sowohl der Vereinspräsident, Dr. Heinz Huther, als auch der Vizepräsident, Hermann Haider, nicht mehr zur Verfügung. Bei dieser Jahreshauptversammlung wurde dann auch eine Änderung der Satzung beantragt, um die Vorstandschaft von 3 auf 5 Mitglieder zu erweitern. Die Hereinnahme von Sportleiter und Schriftführer sollte die Belastung in dem zwischenzeitlich fast 1.200 Mitglieder zählenden Verein auf eine breitere Basis stellen und den sportlichen Bereich im Vorstand stärker vertreten lassen. Gewählt wurden Dr. Martin Jockisch als Präsident, Klaus-Peter Eckes als Vizepräsident, Hans Luft als Schatzmeister, Dr. Klaus Bachfischer als Sportleiter und Norbert Döring als Schriftführer.

Das folgende Jahrzehnt brachte wieder eine enorme Weiterentwicklung des SC 53 Landshut mit sich. Im Sommer 1992 wurde zunächst als dritte Abteilung unseres Vereins die Beachvolleyball-Abteilung gegründet, deren Führung zunächst Guido Braun, ab dem Jahr 1995 dann Roland Held im Wechsel mit Robert Schillings übernahm.

Sportlich konnte mit guten einsatzfreudigen und engagierten Übungsleitern ein Anschluss an der Erfolge der Vergangenheit gefunden werden. Die neue junge Nachwuchsmannschaft, die sich bereits in die 1. Mannschaft unter Leitung des neuen Cheftrainers Dieter Leichstring geschwommen hatte, zeigte schon wieder große Erfolge: So qualifizierten sich 4 junge Aktive für den Auswahllehrgang des Bayerischen Schwimmverbandes in München. Christian Bartsch wurde Bayerischer Jahrgangsmeister des Jahres 1993 über 100 m Rücken und Wolfgang Kreuzpaintner nahm an den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin teil. 1994 endete dann die Ära Luft. Hans Luft beendete nach 30-jähriger äußerst erfolgreicher Tätigkeit seine Schatzmeistertätigkeit. In diesen 30 Jahren hat er wie kaum ein Anderer die Geschicke unseres Vereins mit unermüdlichem Einsatz geprägt und gefördert. Das Schatzmeisteramt übernahm nunmehr Norbert Döring. Als Schriftführer rückte Manfred Oboth in die Vorstandschaft unseres Vereins nach.

Im Herbst 1994 veranstaltete der Schwimmclub 53 Landshut dann sein internationales Schwimmmeeting um den Prof. Vestner-Pokal erstmals in der Halle. Die Umstellung brachte eine enorme Steigerung der Attraktivität unserer traditionellen Heimveranstaltung im Schwimmen mit damals bereits 1.300 Starts, die wir in den folgenden Jahren auf über 1.500 Starts steigern konnten. Diese Mammut-Schwimmveranstaltung hat seither einen äußerst guten Ruf bei vielen Vereinen. Im Frühjahr 1995 wurde dann das Präsidium unseres Vereins wiederum neu gewählt. Nunmehr fungierte neben Dr. Martin Jockisch als Präsident, Hermann Haider als Vizepräsident, Norbert Döring als Schatzmeister, Manfred Oboth als Sportleiter und Elisabeth Talhammer als Schriftführerin.

Im Sommer des Jahres 1995 folgte dann ein weiteres Highlight für den SC 53 Landshut als Schwimmveranstalter. Bei der Ausrichtung der Bayerischen Masters-Meisterschaften in Landshut konnten sogar ein Weltrekord und 2 Europarekorde verzeichnet werden. Auch unsere eigenen Vereinsschwimmer waren hier sehr erfolgreich. Veronika Wagner wurde Bayerische Meisterin in der AK 20 über 50 und 100 m Rücken. Sebastian Moser siegte in seiner Altersklasse über 100 m Schmetterling und Prof. Milsch holte sich den Titel über 50 m Schmetterling. Bei den Deutschen Masters-Meisterschaften in Regensburg erreichte Stefan Königer sogar die Deutsche Vizemeisterschaft in seiner Altersklasse über 100 m Rücken. Tanja Talhammer, wurde Deutsche Meisterin im Schwimm-Fünfkampf der Jugend C. Willy Becher wurde bayerischer und schließlich auch deutscher Meister im Triathlon in seiner Altersklasse.

Ebenfalls im Jahre 1995 konnte dann eine weitere Abteilung in unserem Verein gegründet werden. Unter der Führung von Gitti Fuchsgruber wurde die Sprungabteilung ins Leben gerufen. Im Herbst 1995 stand dann der erneute Wechsel des Cheftrainers an. Neuer Cheftrainer wurde Dominik de Stefano, der diese Aufgabe zunächst mit Michael Artinger ab Sommer 1996 dann mit Max Mayerhofer und schließlich ab Herbst 2000 mit Zoltan Tömör, schließlich mit Manfred Oboth wahrnahm.

Auch in den Folgejahren konnten wir für unseren Schwimmclub 53 Landshut wieder große Erfolge verbuchen. Im Jahr 1996 holte sich Tanja Talhammer die Deutsche Vizemeisterschaft im Schwimm-FünfKampf der Jugend B. Patrick Döring wurde bayerischer Meister im Schwimm-Fünf-Kampf der Jugend C.

Ebenfalls im Jahr 1996 konnten wir in organisatorischer Sicht einen entscheidenden Schritt voran tun. Unter maßgeblicher Unterstützung des Oberbürgermeisters Josef Deimer sowie des Sportamtsleiters Alois Schloder konnten wir eine entscheidende Verbesserung unserer Trainingszeiten im Hallenbad erreichen. Endlich standen jugendgerechte Zeiten Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag jeweils ab 18 Uhr zur Verfügung. Dies ist letztlich das entscheidende Kriterium für die erfolgreiche Durchführung der Jugendarbeit unseres Vereins. Auch das Jahr 1997 brachte gute sportliche Erfolge für unseren Verein. Tanja Talhammer konnte nunmehr die Deutsche Meisterschaft im Schwimm-Fünf-Kampf der Jugend B erringen. Franz Gärtner wurde süddeutscher Vize meister über 100 m Brust in Sindelfingen. Regina Eibl und Michael Steckermeier wurden bayerische Jahrgangsmeister im Kunstspringen und Roman Huber jun. und sen. nahmen nach dem Jahr 1995 bereits zum zweiten Mal an der Weltmeisterschaft im Triathlon teil.

Die herausragende Schwimmerin und das Aushängeschild des SC 53 Landshut war in diesen Jahren sicherlich Tanja Talhammer, die im Sommer 1997 bei der niederbayerischen Meisterschaften in Landshut alleine 10 von 12 Titeln in der offenen Wertung als niederbayerische Meisterin für sich gewinnen konnte. Ihre Vorbildfunktion wurde auch unterstrichen durch die 3malige Wahl zur Sportlerin des Jahres in den Jahren 1995 bis 1997. Das Jahr 1998 begann dann mit einem für unseren Verein äußerst traurigen Ereignis. Fritz Schenk, unser Ehrenpräsident, der 33 Jahre als Präsident die Geschicke unseres Vereines geprägt und geleitet hatte, verstarb.

Die Neuwahlen des Präsidiums brachten im Frühjahr 1998 wieder eine Veränderung auf der Position des Sportleiters, die nunmehr Max Mayerhofer übernahm sowie der Schriftführerin, die von Gitti Fuchsgruber übernommen wurde. Im Sommer des Jahres 1998 trat Tanja Thalhammer dann erneut bei der Deutschen Meisterschaft im Schwimm-Fünf-Kampf an. Mit nur 0,2 Punkten Rückstand zur Siegerin wurde sie deutsche Vizemeisterin. Im Jahr 1999 sollte es dann allerdings für Tanja Thalhammer reichen. Sie wurde jetzt Deutsche Meisterin im Schwimm-Fünf-Kampf der Jugend A. Patrick Döring war bei diesem Wettkampf in Celle ebenfalls erfolgreich und erreichte die Bronzemedaille bei der Deutschen Meisterschaft im Schwimm-Fünf-Kampf der Jugend B.

Ebenfalls im Sommer 1998 konnten wir dann unsere bislang letzte Abteilung gründen. Unter der Führung von Jürgen Berlinghof wurde die Tauchabteilung aus der Taufe gehoben.

In der Folgezeit galt unsere gesamte Aufmerksamkeit dem Ziel endlich geeignete Vereinsräume für den SC 53 Landshut zu bekommen. Unter maßgeblicher Unterstützung wiederum des Oberbürgermeisters Josef Deimer sowie des Sportamtsleiters Alois Schloder war es dann im Frühjahr 2000 endlich geschafft.

Sportliche Highlights waren in den folgenden Jahren der Bayerische Jahrgangsmeistertitel über 100 m Rücken, den Stefanie Oberpriller im Sommer 2000 in Erlangen und Marco de Stefano über 100 m Schmetterling im Sommer 2001 in Lindau für unseren Verein erreichte. Bei den Neuwahlen für die Vorstandschaft im Frühjahr 2001 wurde die nunmehr amtierende Vorstandschaft gewählt. Neben Dr. Martin Jockisch als Präsident, Hermann Haider als Vizepräsident und Norbert Döring als Schatzmeister übernahm nunmehr wiederum Manfred Oboth das Amt des Sportleiters. Adam Fuhro wurde Schriftführer. Nunmehr rückte für die Vorstandschaft die Realisierung der Neuerstellung der Beachvolleyball-Anlage im Stadtbad in den Vordergrund. Viele Gespräche waren angesichts knapper kommunaler Kassen notwendig. Schließlich klappte es aber doch noch unter Eigenbeteiligung unseres Vereins an der städtische Sportanlage mit der Unterstützung des Oberbürgermeisters Josef Deimer sowie des Sportamtsleiters Alois Schloder. Im Sommer 2002 konnte die nagelneue Beachvolleyball-Anlage mit drei zusammenhängenden Plätzen und aufgefüllt mit weißem Spezialsand an neuer prominenter Stelle im Stadtbad übernommen werden und damit die Wettkampfvoraussetzungen für höherwertige Turniere geschaffen werden. Im Jahr 2002 wurde dann schließlich auch noch die bereits längere Zeit vorbereitete Satzungsänderung unseres Vereines unter Dach und Fach gebracht werden. Hierdurch wurde die Grundlage für einen modernen Mehrspartenverein auf Basis eines Delegierten-Systems geschaffen.

Seit Beginn der Wintersaison 2002 steht nunmehr mit Helga Döring eine äußerst qualifizierte und hochmotivierte neue Cheftrainerin bei der ersten Mannschaft am Beckenrand. Auch bei den Aktiven der ersten Mannschaft erfolgte ein Generationswechsel. Erste gute sportliche Erfolge haben sich bereits bei der jungen Mannschaft eingestellt.

Im Frühjahr dieses Jahres wurde das eigentliche sportliche Highlight jedoch von einer Kombination von jüngeren und älteren Aktiven gesetzt. Bei den niederbayerischen Staffelmeisterschaften in Passau konnte die Staffel über 4 x 100 m Rücken mit der Besetzung Königer, Schwarz, Döring und Seibl in der Zeit von 4:26,87 nicht nur den Titel gewinnen, sondern auch den neuen niederbayerischen Rekord aufstellen, der seit dem Jahr 1983 ebenfalls von einer Staffel des SC 53 Landshut mit den Schwimmern Königer, Bachfischer, Mayerhofer und Braun gehalten wurde.
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